FAQ

Die Bücher in der Bibliothek sind eine Dauerleihgabe des DAAD. Ich war der Verwalter dieser Bücher. Da unser Institut eher weniger Interesse an Büchern hat (selbst die Steuern für die Bücher musste ich, entgegen vorheriger Absprache, aus eigener Tasche bezahlen) und ich einen neuen Verwalter finden muss, gehen die Bücher an die DAAD-Lektorin an der Sichuan Fremdsprachenuniversität. Somit ist sichergestellt, dass sich jemand um diese 187 Bücher kümmert und die Vewaltungsarbeiten wahrnimmt (jährliche Inventur, Kommunikation mit dem DAAD etc.). Sollte Interesse bestehen, kann man eventuell mit dem/der DAAD-Lektor*in über eine Ausleihe reden.
Alle Fremdsprachen, außer Englisch, hatten einen sehr kleinen Bücherbestand. Im Dezember 2019 gab es am Fremdspracheninstitut ein Treffen, um dieses Problem zu lösen. Daran haben alle Abteilungen, mit Ausnahme der Deutschabteilung, teilgenommen.
Sensitive Themen und Themen, die bereits von anderen Studenten als Thema gewählt wurden. Auch Themen im Graubereich (Homosexualität etc.) werden eher abgelehnt. Außerdem Themen, die zu kompliziert für die Betreuer sind.
Die Weihnachtsfeier ist ein westliches Fest. Da die chinesische Kultur gefördert werden soll, sollen nur chinesische Feste gefeiert werden. Was wiederum einen gewissen Spielraum lässt ...
Veranstaltungen wie Brauereibesuch, die Oktoberfeste oder die deutsche Ecke habe ich mit Hilfe von Herrn Wang organisieren können. Ein ausländischer Lehrer braucht immer einen chinesischen Lehrer, der die Verantwortung übernimmt um etwas zu organisieren. Aus diesem Grunde wurde beispielsweise die wöchentliche "English corner" für Fortgeschrittene vom Waiban aufgelöst. Ich war alleiniger Organisator. Mit dem Ausscheiden von Herrn Wang fehlte ein chinesischer Lehrer, der bereit ist, an den Veranstaltungen teilzunehmen und diese anzumelden. Wie groß die Bereitschaft unter unseren Deutschlehrern ist, dies zu tun, kann man an der Beteiligung der vorhergehenden Feiern sehen. Typisches Bild: 91 von 94 Studierenden nehmen an der Feier teil, aber nur 0-1 chinesische Lehrer. Es fehlen 3 Studierende und 5-6 chin. Lehrer.
Es wurden mehrere Versuche unternommen, einen solchen Austausch herbeizuführen. Herr Wang hat einige Projekte angestoßen, ich habe ihm dabei geholfen. Letztendlich sind diese Projekte jedoch auf Verwaltungsebene versandet. Ich selbst hätte die Möglichkeit gehabt an der Universität Heidelberg anzufragen, habe aber (indirekt) sehr schlechte Erfahrungen mit einem anderen Projekt an einem anderen Institut unserer Universität gemacht und mich deshalb zurückgehalten. Ohne Unterstützung durch chinesische Lehrer ist es ohnehin nicht möglich. Eine andere Variante habe ich vorgestellt (über einen Vermittler), was aber nicht weiter verfolgt wurde. Die von Frau Feng initiierte Zusammenarbeit mit der S-Hochschule Bonn wurde von Seiten der SWU beendet.
Es geht dabei um die Verantwortung und die finanziellen Folgen für unsere Universität, falls den Studierenden auf der Reise etwas zustößt. Deswegen gibt es auch die Formulare, mit denen die Universität von der Verantwortung entbunden wird, wenn Studierende ins Ausland gehen. Ich habe mehrere Projekte angestoßen (der DAAD hätte auch die Kosten übernommen), alle sind jedoch im Genehmigungsverfahren der SWU gescheitert.
Es ist (noch) ein generelles Problem in China. Japan beispielsweise hat drei Mal mehr muttersprachliche Deutschlehrer als China (2019/2020). Dafür gibt es mehrere Gründe. Die wichtigsten sind: sehr niedriges Gehalt fast keine Chancen auf Beförderung die Sozialversicherungen werden Ausländern (rechtswidrig) verweigert wird das Rentenalter erreicht, muss man das Land verlassen Die meisten Lehrer nutzen den Job deshalb als Auslands- oder Lehrerfahrung und bleiben nur 1 bis 2 Jahre. Mit dieser Erfahrung kann man dann z. B. leichter einen Job in der Heimat oder in einem anderen Land finden, wo man besser integriert ist. Die starke Trennung zwischen ausländischen und chinesischen Lehrern bringt Vor- und Nachteile mit sich. So werden ausländische Lehrer an privaten Schulen/Kindergärten extrem besser bezahlt als die chinesischen Kollegen. An staatlichen Hochschulen hingegen ist es eher nachteilig ausländischer Lehrer zu sein. Wir (Herr Ni, ich) haben mehrere qualifizierte Kandiat*innen vorgestellt, die aber letztendlich von unserer Leitung oder dem Waiban abgelehnt wurden. Lediglich die Zusammenarbeit mit Katharina Barbe habe ich mit viel Widerstand durchbekommen, diese ist jedoch COVID 19 zum Opfer gefallen. Sie kann derzeit nicht zu uns kommen.
Ein Bosch-Lektorat wurde von mir in wochenlanger Arbeit beantragt. Allerdings wurde es abgelehnt. Die Gründe sind nicht ganz klar, allerdings wurde mir gleichzeitig mit der Ablehnung vom Fremdspracheninstitut der SWU auch die Zusammenarbeit mit NGOs (DAAD, Goethe-Institut, Bosch-Stiftung, …) untersagt.
Ich versuche normalerweise die Noten am Tag des Tests, spätestens am darauf folgenden Tag hochzuladen. Allerdings gibt es mindesten einmal im Jahr Probleme mit dem Computersystem für ausländische Lehrer. Beide Systeme (für chin. Lehrer und für ausl. Lehrer) sind gleich aufgebaut und beide sind auch komplett auf Chinesisch, allerdings wird (auf Grund von Personalmangel) das System der ausländischen Lehrer deutlich schlechter gewartet. Dann beginnt normalerweise ein langer Kampf um die Freischaltung meiner Kurse, damit ich die Ergebnisse eingeben kann. Meist der Hinweis, dass es ja bei den chinesischen Kollegen funktioniert verbunden mit der Drohung, dass es Konsequenzen hat, wenn ich die Ergebnisse nicht rechtzeitig hochlade. Hilfe um das System für ausl. Lehrer zum Laufen zu bekommen wäre besser.
Chinesischer Unterricht ist vor allem Frontalunterricht mit Plenum. Konkret bedeutet dies: Die Lehrerin erklärt viel (Frontal) und stellt Fragen (Plenum). Es wird meist mit einem Lehrbuch gearbeitet und dieser Unterricht lässt sich noch durch Referate der Studierenden ergänzen. Vorteil: Es kann sehr viel Stoff in kurzer Zeit abgearbeitet werden und der Aufwand für die Vorbereitung ist meist gering, was entlastet, wenn der Lehrer sehr viele Unterrichtsstunden hat. Nachteil: Bei Fragen im Plenum antworten oft nur die stärkeren Studierenden, der Rest duckt sich weg. Auch bei Arbeit mit Buch ist dies der Fall und wenn nur der Lehrer redet sowieso. Referieren tut meist nur eine Person, der Rest ist passiv. Es bleibt bei den Studierenden weniger hängen. Westlicher Unterricht war bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts exakt gleich aufgebaut (Stichwort: Nürnberger Trichter). Danach gab es unterschiedliche Methoden, mit denen man die Unterrichtsergebnisse verbessern wollte. Heute gibt es keine feste Methode, die meisten Lehrer verwenden unterschiedliche Methoden, je nach Situation. Der Frontalunterricht ist auch bei muttersprachlichen Deutschlehrern noch die bevorzugte Methode, um ein (Lehr-)Buch oder Texte mit den Studierenden zu bearbeiten. Für diese Fälle nutze ich ebenfalls öfters mal Frontalunterricht mit Plenum. Allerdings: Zur Zeit habe ich keinerlei „Lehrbuchkurse“. Konversation 1-4, Wissenschaftsdeutsch und Handelskorrespondenz werden ohne festes Lehrbuch gestaltet und deshalb arbeite ich auch mit einem moderneren Konzept, etwas angelehnt an das Konzept der Goethe-Institute. Meine Prämisse lautet: Alle vier Lernmethoden (Hören, Sehen, Kommunikation, Motorik) ansprechen. Wenn es darum geht Gelerntes zu behalten ergibt sich ungefähr (mit leichten Abweichungen ja nach Studie) folgendes Bild: Nur Hören 20% Nur Sehen 30% Sehen und Hören 50% Sehen, Hören und Diskutieren 70% Sehen, Hören, Diskutieren und selber Tun 90% Deshalb gibt es viele Aktivitäten im Unterricht, wie Partnerübungen, Gruppenarbeit, Klassenspaziergänge, Rollenspiele, Karusell etc. Getreu nach Schiller: „Der Mensch … ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Außerdem versuche ich so möglichst viele Studierende einzubeziehen. Deshalb gibt es immer die Ballübungen, Wirbelgruppen, Partnerarbeit etc., um möglichst alle im Boot zu haben. Außerdem geben diese Aktivitäten Pausen während der Organisation. Beim Frontalunterricht muss alle 25-30 Minuten eine Pause eingelegt werden, da sich fast niemand länger konzentrieren kann. Vorteil: Intensiveres Lernen, mehr Studierende beteiligen sich aktiv Nachteil: Hoher Vorbereitungsaufwand, weniger Stoff wird vermittelt (dieser aber viel intensiver)
Ja, allerdings meist nur auf Anfrage. Da die Studierenden meist ihre Jobs selbst finden, betreibe ich dieses Netzwerk nicht mehr sehr aktiv. Sollte Bedarf bestehen, bitte an mich wenden.